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Solide gebettet

Jeder einzelne unserer 32 Zähne sitzt gut geschützt im Zahnhalteapparat (Parodont), der aus dem Kieferknochen, dem Zahnfleisch, dem Zahnhals, der Wurzelhaut und dem Wurzelzement gebildet wird.

Trotz dieses natürlichen Schutzsystems leiden heute viele Erwachsene unter Parodontitis (früher Parodontose), einer Entzündung des Parodonts. Ursache hierfür sind bakterielle Keime in der Mundhöhle, die den Zucker aus der Nahrung in Säuren umwandeln und zu Entzündungen des Zahnhalteapparates führen können. Außerdem spielen unter anderem auch die Zusammensetzung des Speichels sowie in manchen Fällen eine unzureichende Mundhygiene eine Rolle, etwa wenn Zahnbeläge nicht gründlich entfernt werden.

Erste Anzeichen einer Parodontitis sind Zahnfleischbluten und eine dunkle Verfärbung des Zahnfleisches. Mit der Zeit bilden sich am Zahnfleischrand Taschen, in denen sich die Bakterien einnisten und vermehren. Leider bleibt die Parodontitis aufgrund ihres schleichenden Verlaufs häufig lange unentdeckt.

Eine regelmäßige Kontrolle von Zähnen und Zahnfleisch ist deshalb besonders wichtig.

Hat sich der Verdacht auf eine Parodontitis bestätigt, wird mit einer Sonde die Tiefe der Zahnfleischtaschen bestimmt. Ziel ist es, die bakteriellen Zahnbeläge vollständig zu entfernen, um den Zähnen wieder festen Halt zu geben.

Zu diesem Zweck werden die Zähne von Biofilm und Zahnstein befreit und gründlich gesäubert. Auf diese Weise ist es dem Zahnfleisch wieder möglich, sich ganz dem glatten, sauberen Zahn anzuschmiegen und vor einer Neubesiedlung mit Bakterien zu schützen.

Sind die Zahnfleischtaschen noch nicht allzu tief, lassen sich die Verunreinigungen in den Taschen und an der Zahnwurzel dank moderner Behandlungsmethoden direkt über die Tasche entfernen. Nur bei sehr fortgeschrittener Parodontitis werden die Zahnfleischtaschen unter örtlicher Betäubung aufgeschnitten, gesäubert und anschließend mit einer desinfizierenden Mundspülung versorgt, sodass keine neue Infektion entsteht.

Bei einer Parodontitis ist aber nicht nur die Erstbehandlung entscheidend, sondern auch eine gewissenhafte Nachsorge. Diese umfasst wiederkehrende Kontrolluntersuchungen – am besten alle drei bis sechs Monate – sowie eine professionelle Zahnreinigung und eine sorgsame Zahnpflege.

  • Parodontologie
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